"Ich bin ganz allein..."


Wenn das Gefühl von Einsamkeit in eine Angst- oder Panikattacke umschlägt, deutet dies psychologisch oft auf eine tieferliegende emotionale Belastung oder eine spezifische Angststörung hin: 

  • Autophobie (Monophobie): Dies beschreibt die krankhafte Angst vor dem Alleinsein. Betroffene fühlen sich ohne die Anwesenheit einer vertrauten Person unsicher oder hilflos, was Panikattacken mit Symptomen wie Herzrasen und Atemnot auslösen kann.
  • Stressreaktion des Körpers: Einsamkeit verursacht massiven seelischen und körperlichen Stress. Der Körper interpretiert das Alleinsein als Gefahr und schüttet Stresshormone wie Adrenalin aus, was die typischen Symptome einer Angstattacke hervorruft.
  • Verlust- oder Verlassensängste: Oft wurzeln diese Gefühle in traumatischen Erlebnissen, etwa Vernachlässigung oder dem Verlust einer Bezugsperson in der Kindheit. Das Alleinsein triggert dann das alte Gefühl der Schutzlosigkeit.
  • Agoraphobie: Manchmal tritt die Angst speziell dann auf, wenn man allein außerhalb der gewohnten Umgebung ist, da man fürchtet, im Notfall keine Hilfe zu bekommen. 
Was in diesem Moment passiert: Eine Angstattacke ist eine Fehlinterpretation des Gehirns: Es schlägt Alarm, obwohl keine reale Lebensgefahr besteht. Das Gefühl der Isolation verstärkt die Wahrnehmung von innerer Unruhe und macht es schwerer, sich ohne äußere Reize zu regulieren.

Wenn diese Angst Überhand bekommt und Ihren täglichen Alltag beeinträchtigt oder gar bestimmt sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. 
Angst-Coach, Lebensberatung, LifeCoach, Mediator
von irina.cerchez 10. Februar 2017
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